Die Projektpartner

Die Koordinierungsdatenbank
Zur Selektion der VD 18-relevanten Bestände wurde am Lehrstuhl für Historisch-Kulturwissenschaftliche Informationsverarbeitung unter der Leitung von Professor Dr. Manfred Thaller eine Koordinierungsdatenbank aufgebaut. Diese enthält die VD 18-relevanten Titelaufnahmen der deutschen Katalogverbünde und dient innerhalb der Pilotphase der Zuweisung der durch die Projektpartner zu bearbeitenden Margen. Außerdem informiert die Koordinierungsdatenbank über seltenen bzw. voraussichtlich unikalen Besitz und bildet somit die Grundlage zur Ermittlung und Priorisierung anderer Bibliotheken, die weitere Drucke für das VD 18 einbringen können.

Auf Grundlage des Abzugs der bibliographischen Daten aus den regionalen Verbünden wurde verbundintern und verbundübergreifend identische oder vermutlich identische Titelaufnahmen zu Sets zusammengeführt. Diesen Sets wurde eine für die Bearbeitung zuständige Bibliothek der Pilotphase zugewiesen. Die entsprechende Bibliothek hat nun im Hinblick auf ihr Exemplar zu prüfen, welche der Titelaufnahmen des Sets für die nationalbibliographische Katalogisierung in Frage kommen. Eine weitere Aufgabe der Koordinierungsdatenbank ist die Vergabe der VD 18-Nummer: Jede fertig bearbeitete Titelaufnahme erhält eine verbindliche, eindeutige VD 18-Nummer.
Digitalisierung
Während bei den Vorgängerprojekten VD 16 und VD 17 die nationalbibliographische Verzeichnung der Drucke im Mittelpunkt der Projektarbeit stand, wird im VD 18 den veränderten technischen Rahmenbedingungen Rechnung getragen: Digitalisierung und Erschließung der Drucke sind gleichberechtigte Komponenten des Projekts. Die Bereitstellung der Digitalisate und die vertiefte Erschließung über ein definiertes Set von Strukturdaten ermöglichen Wissenschaft, Forschung und interessierter Öffentlichkeit den zeitgemäßen Zugriff auf die Drucke. "Als Ergänzung der DFG-Förderlinie 'Digitalisierung VD16/VD17 soll mit einem VD 18 eine umfassende digitale Bibliothek der im deutschen Sprachraum erschienen Drucke zwischen 1500 und 1800 verwirklicht werden." (Bürger, Thomas; Fabian, Claudia; Schaab, Rupert; Schneider-Kempf, Barbara; Schnelling, Heiner; Thaller, Manfred, 2008, S.196)

Die Digitalisierung der Drucke richtet sich nach den in den DFG Praxisregeln "Digitalisierung" (2009) formulierten Standards; so wird gewährleistet, dass die Digitalisierung von der Herstellung der Digitalisate über die vertiefte Erschließung bis hin zur Webpräsentation qualitätsvoll und nachhaltig durchgeführt wird. Durch zusätzliche Strukturierungen der Digitalisate können einzelne Abschnitte, Illustrationen oder Register gezielt recherchiert und über die Navigationsfunktion der Inhaltsverzeichnisse aufgerufen werden. Die Benennung der Strukturdaten richtet sich nach der für den DFG-Viewer verbindlichen Terminologie . Über eine XML- Schnittstelle wird in überregionalen Nachweisinstrumenten der homogene Zugriff auf die Digitalisate ermöglicht: Das im Rahmen des DFG-Viewers verabschiedete METS/MODS-Format gewährleistet den Austausch und die einheitliche Präsentation der bibliographischen Metadaten und Strukturdaten.
Bibliographische Erschließung
Die Formalerschließung der Drucke des VD 18 basiert auf dem nationalbibliographischen Standard, wie ihn Klaus Haller in der vorausgegangenen Machbarkeitsstudie "Digitalisierung und Erschließung der im deutschen Sprachraum erschienenen Drucke des 18. Jahrhunderts“ formuliert hat und berücksichtigt RAK-WB , RAK-WB Alte Drucke sowie die Empfehlungen der Arbeitsgemeinschaft Alte Drucke beim GBV (AAD). Im Bereich der Normdaten folgt die Ansetzung von Personennamen den Regeln für die Personennormdatei (PND). Die Ansetzung von Drucker- und Verlegernamen stützt sich auf die Regeln für die Drucker- und Verlegerdatei des GBV. Ortsnamen werden nach dem CERL Thesaurus vergeben. Für die Sacherschließung der VD18-Drucke wird die Liste der Gattungsbegriffe der AAD zugrunde gelegt.
Weiterführende Literatur